| Phimose – eine Krankheit, die gar keine ist! |
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Tag für Tag wird an zahllosen Jungen in Deutschland und Österreich eine Operation vorgenommen, die nach Ansicht von Fachärzten in bis zu 90 % aller Fälle medizinisch unnötig und daher vermeidbar wäre – die Beschneidung der Penisvorhaut wegen einer kindlichen Phimose (Vorhautverengung). Während deutsche Krankenkassen fragwürdige Zusatzbeiträge erheben, verursacht eine sinnlose Operation massenhaft unnötige Kosten. Für die kleinen Patienten bedeutet der Eingriff ein durch nichts zu begründendes OP-Risiko, unnötige Schmerzen sowie körperliche und psychische Folgen, mit denen die Jungen später fast immer allein bleiben. Bei dem oft als harmlos verniedlichten Eingriff handelt es sich zudem um eine Operation, bei der ein funktioneller Bestandteil der männlichen Geschlechtsorgane entfernt wird, eine Operation, die auch Folgen für die (spätere) Sexualität haben kann. Dabei erfahren Eltern nur selten, dass eine Phimose mindestens bis zur Pubertät völlig unbedenklich ist, wenn sie frei von Krankheitssymptomen bleibt. Vorenthalten wird ihnen oftmals auch, dass selbst eine behandlungsbedürftige Vorhautverengung nur in wenigen Fällen operiert werden muss. Rund 80 % der betroffenen Jungen können erfolgreich mit Salben behandelt werden – völlig schmerzfrei, angstfrei, ohne Verletzung und ohne bleibende körperliche Veränderungen. Muss dennoch operiert werden, stehen moderne, vorhaut-erhaltende OP-Verfahren zur Verfügung, bei denen die Vorhaut lediglich eingeschnitten und geweitet, nicht aber entfernt wird. |

