| Männliche Beschneidung als HIV-Prophylaxe? |
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Angesichts der Befürwortung männlicher Beschneidung als eine Maßnahme zur Reduktion des HIV-Infektionsrisikos in Afrika durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will „Genital Autonomy“ die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass dieses groß angelegte Programm möglicherweise auf tönernen Füßen steht. Kondome schützen - Beschneidung schützt nichtDie Beweislage dafür, dass die Beschneidung der männlichen Genitalien überhaupt einen nennenswerten Effekt im Hinblick auf eine HIV-Prävention hat, ist höchst zweifelhaft, widersprüchlich und verwirrend. Es ist zudem zu befürchten, dass ERWIESENERMASSEN wirksame Maßnahmen, wie etwa die Verteilung von Kondomen sowie die Erhöhung der Akzeptanz gegenüber diesem Verhütungsmittel, zu Gunsten eines zweifelhaften Programms vernachlässigt werden. Dies könnte sich als Bumerang erweisen und sogar zu einer Verschärfung der gegenwärtigen Situation führen. Auch bei Massenbeschneidungsprogrammen zur HIV-Prophylaxe zielt man auf die Schwächsten, die Kinder, von denen kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist. Dazu John Warren, Vorsitzender von NORM-UK:
Und weiter:
Was ist, wenn sich in ein paar Jahren herausstellt, dass die von den Industrieländern „importierte“ Wunderlösung doch nicht funktioniert hat, dass Tausende Jungen und Männer ohne jeglichen Nutzen beschnitten wurden? Den betroffenen Ländern wurde im Rahmen der christlichen Missionierung schon einmal das „Heil“ gebracht, das sich hinterher als Katastrophe erwiesen hat. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Länder etwas Ähnliches noch einmal widerstandslos gefallen lassen.
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