Männliche Beschneidung - Harmloser Eingriff oder gefährliche Mutprobe?

Neu dürfte für so Manchen die Tatsache sein, dass auch die Beschneidung der männlichen Genitalien weltweit zu zahlreichen Todesfällen führt oder lebenslanges Leid nach sich zieht. Während die männliche Beschneidung in der sog. „Dritten Welt“ vornehmlich eine rituelle T [ ... ]


Phimose – Krankheit oder „Lizenz zum Gelddrucken“?

Als medizinischer Grund für die operative Entfernung der Penisvorhaut wird in den allermeisten Fällen eine Phimose bzw. Vorhautverengung genannt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich hierbei um einen entwicklungsphysiologisch völlig normalen Zustand handelt, der, solange [ ... ]


Geschlechterübergreifende Initiative für genitale Selbstbestimmung PDF Drucken

(pid/London) Ein heikles Thema, das in der öffentlichen Diskussion nur am Rande wahrgenommen wird, stand Anfang September 2008 auf der Tagesordnung des 10. Internationalen Symposiums über Beschneidung, genitale Integrität und Menschenrechte an der Keele University, Staffordshire, England. Anlässlich dieser Tagung haben zwei namhafte Organisationen, die sich bislang getrennt nach Geschlechtern gegen Genitalverstümmelung jeglicher Art engagieren, ihre Kapazitäten in der gemeinsamen Initiative „Genital Autonomy“ gebündelt.

NORM-UK, eine Organisation, die über männliche Beschneidung aufklärt und die Stiftung FORWARD (Foundation for Women's Health, Research and Development) wollen damit den Startschuss für ein neues Programm geben, welches gleichermaßen das Recht aller Mädchen und Jungen, Frauen und Männer stärken soll, "Nein" zu unnötigen Eingriffen an ihren Genitalien zu sagen.

Das Symposium erörterte vielfältige Aspekte und Themen rund um nichttherapeutische Eingriffe an den menschlichen Geschlechtsorganen - von der Schamlippenverlängerung über männliche Beschneidung bis zur weiblichen Genitalbeschneidung und Infibulation.

Der Einfluss dieser Praktiken auf die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen war ein Schwerpunkt der Diskussion und nicht zuletzt stand die Frage im Raum, ob Regierungen, Organisationen und regierungsübergreifenden Institutionen angemessene Schritte vorsehen, um vor allem Kinder vor traditionellen, nichttherapeutischen Eingriffen an ihren Genitalien zu schützen

„Genital Autonomy“ steht für genitale Selbstbestimmung und damit eigentlich für eine Selbstverständlichkeit. Verankert ist dieses Recht in zahlreichen internationalen Abkommen. In Deutschland sind die Grundrechte auf Achtung der Menschenwürde und der körperlichen Unversehrtheit durch das Grundgesetz garantiert. Die Realität sieht in großen Teilen der Welt anders aus

Die Realität in großen Teilen der Welt, aber auch in Mitteleuropa und sogar in Deutschland, sieht jedoch anders aus.

Rituelle, religiöse, aber auch kommerzielle Interessen rangieren nicht selten höher als das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Betroffen von derartigen massiven Verstößen gegen elementare Grundrechte sind in der Mehrzahl die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder, Jungen ebenso wie Mädchen, denen ohne medizinischen Grund ein Teil ihres völlig gesunden Körpers genommen wird.

 

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